Neoliberalisierte Lebenswelten und kritisch-solidarische Berufsbildungstheorie

Pfützner, Robert (2020): Neoliberalisierte Lebenswelten und kritisch-solidarische Berufsbildungstheorie. Eine Skizze. In: bwp@ Berufs- und Wirtschaftspädagogik – online, Ausgabe 38, 1-18. Online: http://www.bwpat.de/ausgabe38/pfuetzner_bwpat38.pdf.

Aktuelle Lebenswelten von Jugendlichen sind, trotz der jüngsten Tendenzen zu einer Politisierung (u.a. Fridays for Future), stark durch neoliberale Imperative geprägt. In der Folge bilden Vereinzelung und Entsolidarisierung Grundtendenzen der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklung und stellen sowohl die berufliche Bildung als auch die kritische Berufsbildungstheorie vor neue Herausforderungen. Das Motiv der Emanzipation als zentrales Leitmotiv kritischer (Berufs)bildungstheorie trägt nicht mehr. Die im Beitrag zu entfaltende Kernthese lautet daher, dass unter den aktuellen Bedingungen neoliberal geprägter Lebenswelten Jugendlicher nicht nur eine kritisch-emanzipatorische, sondern vor allem eine solidaritätsorientierte Berufsbildungstheorie nötig ist. Die Umrisse einer solchen Theorie werden vor dem Hintergrund einer kurzen Charakterisierung jugendlicher Lebenswelten skizziert.